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09.05.2008
- → Feminismus
Nicht länger nur Opfer sein
Kasbach-Ohlenberg. Zu einer Solidaritätskampagne unter dem Motto »Wir sind alle Aylin!« haben Aktive der Frauenbegegnungsstätte »Utamara« im rheinland-pfälzischen Kasbach-Ohlenberg, des Kurdischen Frauenbüros für Frieden Ceni e.V. und der Organisation Terre des Femmes aufgerufen. Aylin Korkmaz wurde am 21. November 2007 von ihrem früheren Ehemann an ihrem Arbeitsplatz überfallen und brutal niedergestochen. Sie überlebte den Mordversuch, obwohl die Ärzte ihre Chance auf nur 30 Prozent geschätzt hatten.
Aylin hatte sich im Jahr 2003 scheiden lassen, da sie die Demütigungen und die Gewalt ihres Mannes nicht länger ertragen wollte. Der erhielt wegen seiner Gewaltandrohungen einen Platzverweis, Aylin kam in ein sogenanntes Gewaltschutzverfahren. Dennoch wurde sie nicht wirksam geschützt, obwohl sie Behörden und Beratungsstellen von den Morddrohungen ihres Ex berichtete.
Die Initiatorinnen verlangen Gerechtigkeit für Aylin und ein Ende jeder Gewalt gegen Frauen. Gewalt sei ein Machtmittel, mittels dessen Männer klassen-, nations- und religionsübergreifend versuchen, ihren Besitzanspruch auf Frauen durchzusetzen. Im Aufruf heißt es: »Wir wollen nicht länger Opfer dieser Verbrechen sein, sondern wir wehren uns gemeinsam!«
Anlaß der Kampagne ist der Strafprozeß gegen Mehmet Korkmaz. Für den ersten Prozeßtag am 25. Juni sowie für den Tag der Urteilsverkündung rufen die Frauen zu einer Kundgebung vor dem Landgericht in Baden-Baden auf. Desweiteren sammeln sie Unterschriften von Unterstützerinnen. Weitere Informationen unter Tel. 02644/ 602424. (jW)
Aylin hatte sich im Jahr 2003 scheiden lassen, da sie die Demütigungen und die Gewalt ihres Mannes nicht länger ertragen wollte. Der erhielt wegen seiner Gewaltandrohungen einen Platzverweis, Aylin kam in ein sogenanntes Gewaltschutzverfahren. Dennoch wurde sie nicht wirksam geschützt, obwohl sie Behörden und Beratungsstellen von den Morddrohungen ihres Ex berichtete.
Die Initiatorinnen verlangen Gerechtigkeit für Aylin und ein Ende jeder Gewalt gegen Frauen. Gewalt sei ein Machtmittel, mittels dessen Männer klassen-, nations- und religionsübergreifend versuchen, ihren Besitzanspruch auf Frauen durchzusetzen. Im Aufruf heißt es: »Wir wollen nicht länger Opfer dieser Verbrechen sein, sondern wir wehren uns gemeinsam!«
Anlaß der Kampagne ist der Strafprozeß gegen Mehmet Korkmaz. Für den ersten Prozeßtag am 25. Juni sowie für den Tag der Urteilsverkündung rufen die Frauen zu einer Kundgebung vor dem Landgericht in Baden-Baden auf. Desweiteren sammeln sie Unterschriften von Unterstützerinnen. Weitere Informationen unter Tel. 02644/ 602424. (jW)
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