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Simbabwe: China weist US-Kritik zurück

Peking/London. Der Frachter mit einer Waffenlieferung für Simbabwe an Bord ist wieder auf dem Rückweg nach China. Die Reederei habe beschlossen, die Fracht zurückzubeordern, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Yu, am Donnerstag in Peking. Zuvor hatten unter anderem die USA gegen den Transport protestiert. Das Außenministerium in Peking verteidigte die Lieferung. Die Kritiker wollten »einen Konflikt zwischen China und den afrikanischen Ländern« provozieren, sagte Jiang. Insbesondere in den USA würden sich »einige Leute als Weltpolizei aufspielen«.

Der Vorsitzende der südafrikanischen Regierungspartei ANC, Jacob Zuma, verweigerte sich am Donnerstag bei einem Besuch in London der Forderung, den simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe zu kritisieren. »Wir stehen nicht wie Sie auf den Dächern und kritisieren Simbabwe und vergeben Namen wie ›Diktator‹«, sagte Zuma vor Journalisten. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2008, Seite 2, Ausland

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