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Sonstiges

Tschad suspendiert

Zürich. Das Dringlichkeitskomitee der FIFA hat den Tschad suspendiert. Damit ahndete der Weltverband die Einmischung des Jugend- und Sportministers in Belange des nationalen Verbandes, der laut FIFA autonom zu sein hat. (sid/jW)

Nazis öffentlich

Berlin. Bei einem Verbandsligaspiel in Berlin-Adlershof wurden am Wochenende zwei betrunkene Antisemiten festgenommen. Nach Abpfiff der Partie zwischen dem Adlershofer BC und dem jüdischen Verein TuS Makkabi habe ein 44jähriger den Hitlergruß gezeigt und den Gästen Naziparolen zugerufen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Ein 38jähriger soll eine 58jährige Betreuerin von Makkabi rechtsradikal beschimpft haben. (ddp/jW)

Nazi privat

London. Die britische Zeitung News of the World hat am Sonntag ein Video veröffentlicht, das den Chef des Internationalen Automobilsport-Verbands, Max Mosley (67), beim Sex mit fünf Prostituierten zeigt. Diese tragen Nazi- und Häftlingsuniformen, Befehle auf Deutsch werden erteilt, Peitschen kommen zum Einsatz. 3100 Euro soll die Sitzung gekostet haben. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erklärte die Sache in der Times zu Mosleys Privatangelegenheit. Hinsichtlich der Familiengeschichte von Mosley mag da was dran sein. 1932 gründete sein Vater die faschistische Partei Englands. 1936 heirateten die Eltern im Haus von Joseph Goebbels. Zu den Gästen zählte Adolf Hitler. (jW)

Schwerer Schlag

Sydney. Dem Schwimmer Nick D’Arcy droht der Ausschluß von den Olympischen Spielen in Peking. Er war nach dem Olympia-Qualifikationsturnier in Sydney am Wochenende in einer Kneipe mit dem früheren Commonwealth-Sieger Simon Cowley aneinandergeraten, brach diesem unter anderem das Nasenbein und den Kiefer. »Die Ärzte waren überrascht, was ein Schlag alles anrichten kann«, sagte Cowleys Vater Peter dem Daily Telegraph. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2008, Seite 16, Sport

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