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Türkei: Neue Operation im Irak

Ankara. Nach ihrem Rückzug aus dem Nordirak hat die türkische Armee am Mittwoch eine neue Bodenoperation gegen kurdische Guerillakämpfer im Zagros-Gebirge an der türkisch-iranisch-irakischen Grenze begonnen. Das meldet die Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans. Tausende zusätzliche Soldaten sind laut Guerilla in das Grenzgebiet bei Semdinli verlegt worden. Vom Militärflughafen in Diyarbakir starteten zudem mehrere Kampfflugzeuge. Die Nachrichtenagentur Pukmedia meldete, daß ebenfalls am Mittwoch türkische Kampfhubschrauber erneut Ziele in einem grenznahen Tal auf irakischem Territorium beschossen hätten. Unterdessen hat der türkische Botschafter in Israel, Namik Tan, den Einsatz von unbemannten Flugzeugen bei Angriffen gegen die PKK-Guerilla zugegeben. Eine Untersuchungskommission des irakischen Parlaments zu den Schäden durch den türkischen Einmarsch erklärte unterdessen, die türkische Armee habe bei ihrem Rückzug rund 3200 Minen im Grenzgebiet verlegt. Einige der Minen hätten die Form von Kinderspielzeugen.(jW/NB)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2008, Seite 1, Ausland

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