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Grenzen der Psychologie

Steuerhinterziehung ist auch »Rebellion«, sagt Wolfgang Franzen vom Institut für empirische Sozialökonomik in Köln in einem ddp-Interview, das schwerpunktmäßig zur Steuer- und Finanzpsychologie forscht. »Steuerrebellen« seien unzufrieden mit staatlichen Leistungen oder der Verschwendung von Steuergeldern. Es gebe darüberhinaus natürlich »rein asoziale Gründe«, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen – »daß jemand nicht einsieht, warum er für andere mitzahlen soll«. Anderen gehe es um den »Thrill«. Wieder andere hätten keine Lust, zusätzliche Formulare auszufüllen. Weiß man alles. Interessant wären Besonderheiten von Klassen oder Schichten. Dazu will Franzen nichts sagen: »Die Bereitschaft zur Steuerhinterziehung gibt es in allen Gesellschaftsgruppen.« Wenn er es nicht genauer weiß, ist sein Institut der Verschwendung von Forschungsgeldern verdächtig. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2008, Seite 12, Feuilleton

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