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Gentechnikgesetz weiter verwässert?

Hamburg. Geht es nach Agrarminister Seehofer, können Fleisch, Milch und Eier künftig als gentechnikfrei deklariert werden, auch, wenn die Tiere gentechnisch veränderte Medikamente und Futterzusätze bekommen haben. Dies berichtete Spiegel online am Sonntag. Im Landwirtschaftsministerium wird demnach gerade ein Entwurf für eine weitere Novelle des Gentechnikgesetzes erstellt, in dem die Gentechnikfreiheit von tierischen Produkten entsprechend definiert wird. Gentechnikfreies Futter müssen Tiere nach dieser Definition auch nicht durchgängig bekommen haben, sondern Rinder beispielsweise nur »drei Viertel ihres Lebens« und Schweine in den letzten vier Monaten vor ihrer Schlachtung.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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