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Aborigines werden nicht entschädigt

Sydney. Die neue australische Regierung hat Forderungen nach einer hohen finanziellen Entschädigung der Ureinwohner wegen der brutalen »Integra­tionspolitik« der Vergangenheit zurückgewiesen. Es werde keinen Entschädigungsfonds geben, sagte die zuständige Ministerin Jenny Macklin am Montag. Der Direktor des Tasmanischen Aborigines-Zentrums, Michael Mansell, hatte die Regierung zur Bildung eines Entschädigungsfonds in Höhe von umgerechnet 590 Millionen Euro aufgefordert. Eine Entschuldigung ohne eine finanzielle Entschädigung der Opfer wirke unglaubwürdig, sagte er.
Die Vorgängerregierungen hatten eine Entschuldigung bei den Aborigines stets abgelehnt. Von den 30er Jahren bis in die 70er Jahre hinein waren Tausende Kinder von Ureinwohnern aus ihren Familien gerissen und bei Pflegeeltern untergebracht.
(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2008, Seite 6, Ausland

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