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Etikettenschwindel mit Ökostrom

Frankfurt/Main. Die Verbraucherzentralen und die Umweltorganisation Greenpeace haben einigen Stromversorgern Etikettenschwindel mit Ökostrom vorgeworfen. Die Praxis, Atom- oder Kohlestrom durch den Handel mit Umweltzertifikaten auf dem deutschen Markt als Ökoenergie zu verkaufen, sei »Betrug am Verbraucher«, so Greenpeace Energy gegenüber AP. Nach einem Bericht des Spiegel ermöglicht das sogenannte Renewable Energy Certificate System (RECS) einem Versorger, beispielsweise an der Börse für 7 Cent je Kilowatt Strom aus dem AKW Krümmel einzukaufen und diesen für 0,05 Cent mit einem Zertifikat eines norwegischen Wasserkraftwerks zu veredeln. Dessen Betreiber muß die entsprechende Menge seines Ökostroms in konventionellen umetikettieren. Der deutsche Versorger darf dann seinen Graustrom als Ökostrom vermarkten.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.01.2008, Seite 5, Inland

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