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Eishockey: Mehr ist weniger

Neuss. Die Zuschauerzahlen sinken dramatisch, die großen Klubs dringen auf eine kleinere Liga, und die Fans wollen den Auf- und Abstieg zurück: Auf ihrer Gesellschafterversammlung heute in Berlin muß die Deutsche Eishockey Liga (DEL) über brisante Themen entscheiden – und über ihre Zukunft. Einig sind sich die Klubs, daß nach der vereinbarten Aufstockung auf 16 Teams in der kommenden Saison die Zahl der Spiele verringert werden muß. Durch den Aufstieg des EHC Wolfsburg stieg in der laufenden Saison die Zahl der Spiele pro Klub in der Vorrunde von 52 auf 56, im nächsten Jahr wären es ohne Modusänderung 60. Die Fans reagierten unmißverständlich auf den aufgeblähten Spielplan und zeigten der Liga bislang die kalte Schulter. Durchschnittlich 800 Zuschauer weniger pro Partie und damit eklatante finanzielle Einbußen haben die Funktionäre aufgeschreckt. Eine regionale Teilung in zwei Gruppen, die zunächst diskutiert wurde, ist vom Tisch. Jetzt wird ein unregelmäßiger Spielplan präferiert, nach dem nicht alle Klubs gleich oft gegen jeden Gegner spielen. »Das ist in anderen europäischen Ligen gang und gäbe«, erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. »Die Liga muß verkleinert werden«, forderte der Geschäftsführer der Kölner Haie Thomas Eichin, ideal seien zwölf Teams in der Liga »mit einer starken zweiten Liga als Unterbau«. (sid/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2007, Seite 16, Sport

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