-
20.11.2007
- → Kapital & Arbeit
St. Pauli: Kult statt Kommerz
Hamburg.Der Name des Millerntorstadions, Spielstätte des Bundesliga-Zweitligisten FC St. Pauli, soll nicht an einen Sponsor verkauft werden. Einen entsprechenden Antrag beschlossen die rund 1000 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Hamburger Traditionsclubs am Sonntag. »Wir machen nicht jeden Scheiß mit, die Identität des FC St. Pauli ist das Tafelsilber des Vereins«, sagte Antragsteller Jochen Harberg. Der wiedergewählte Vereinspräsident Corny Littmann dazu unbeeindruckt: »Das alles hat keine rechtlichen Konsequenzen, die Frage ist nicht, ob wir vermarkten, sondern wie wir vermarkten.« (sid/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit