Zum Inhalt der Seite

Entscheidung über VW-Gesetz

Berlin. Nach dem für Dienstag erwarteten Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum VW-Gesetz will Porsche laut Focus die zur Machtübernahme bei der Volkswagen AG fehlenden Aktienpakete nicht sofort erwerben. Porsche wolle sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Konzernkreise. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb dagegen, Porsche sei bei einem Fall des VW-Gesetzes gerüstet, rasch die Mehrheit zu übernehmen. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking habe sich bei Banken eine Kreditlinie über zehn Milliarden Euro gesichert. Es wird erwartet, daß der EuGH das VW-Gesetz kippen wird, nach dem bislang kein Aktionär mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben kann.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!