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Hamburgs Senat hat bizarre Interessen

Hamburg. Ein von der Hamburger Wirtschaftsbehörde in Auftrag gegebener Fragebogen für Hartz-IV-Empfänger sorgt für Empörung bei Opposition und Gewerkschaften. 435000 Euro habe der Senat für »seine skandalöse Fragebogenaktion lockergemacht«, kritisierte der SPD-Landeschef in der Hansestadt, Ingo Egloff, am Dienstag. Fragen an arbeitslose Hamburger, ob sie gern exotisch ißt oder Börsenkurse verfolgen, seien einfach nur bizarr.

Kritik kam ebenfalls von der GAL-Bürgerschaftsfraktion, die den sofortigen Stopp des »Forschungsprojekts« forderte. »Die Fragen sind eine ungehörige Ausforschung des privaten Lebens, mit Förderung hat das nichts zu tun«, erklärte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Gudrun ­Köncke. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bemängelte die Aktion. Fragen, die die Privatsphäre berührten und nichts mit der Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu tun hätten, seien unzulässig, erklärte ein DGB-Sprecher. Mit dem Fragebogen werden von Hartz-IV-Beziehern unter anderem Erkundigungen über Spiritualität, Ernährung, Weltanschauung und Politik eingeholt. Die Antworten der sollen in einer Studie verwertet werden.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2007, Seite 5, Inland

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