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Naturschützer sehen Etikettenschwindel

Bonn. Als »Etikettenschwindel« bezeichnet der Deutsche Naturschutzring (DNR) die für die Klausurtagung der Bundesregierung Ende dieser Woche vorbereiteten Entscheidungen zum Klimaschutz. Zwar wolle das Kabinett über 20 »mehr oder weniger sinnvolle Einzelmaßnahmen« beschließen, die sich meistens an die Adresse der einzelnen Bürger richteten. Damit lasse sich aber die von Bundeskanzlerin Merkel angestrebte Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2020 »nie und nimmer erreichen«, beklagte der DNR am Wochenende in einer Erklärung. Es sei »jämmerlich, daß sich die Bundesregierung scheut, die notwendige Auseinandersetzung mit den Energie- und Autokonzernen zu führen«. So weigere sich Bundeswirtschaftsminister Glos hartnäckig, den Anteil der besonders effizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der Stromerzeugung von derzeit elf Prozent auszuweiten. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2007, Seite 4, Inland

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