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Revanchisten fordern Gedenktag

Berlin. Mit Unterstützung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) hat der »Bund der Vertriebenen« (BdV) seine Forderung nach einem Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin bekräftigt. Es sei eine »längst überfällige Aufgabe Deutschlands, endlich eine Dokumentationsstätte in Berlin zu errichten«, sagte BdV-Präsidentin Erika Steinbach am Samstag auf einer Festveranstaltung zum sogenannten Tag der Heimat in Berlin. Steinbach forderte ferner einen nationalen Gedenktag für Vertriebene. »Bund und Länder sollten jetzt nicht länger zögern«, sagte sie der Passauer Neuen Presse. Als geeignetes Datum nannte sie den »Tag der Heimat«, der jedes Jahr im August oder September stattfindet. An diesem Tag würden ohnehin alle öffentlichen Gebäude beflaggt, sagte Steinbach. Das gesellschaftliche Klima habe sich in den letzten Jahren geöffnet für diese Thematik«, sagte sie. »Ein Volk ohne Erinnerung ist wie eine Pflanze ohne Wurzeln.«(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2007, Seite 4, Inland

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