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Tod einer 13jährigen bei Beschneidung

Kairo. Ein 13 Jahre altes Mädchen ist in Ägypten bei der Beschneidung gestorben. Der Todesfall in der Provinz Gharbija ist bereits der zweite binnen zwei Monaten, wie Medien am Samstag berichteten. Der Fall wurde der unabhängigen Tageszeitung Al Masri al Jum bekannt, als der Vater des Mädchens am Freitag einen Totenschein beantragte und darin einen natürlichen Tod vermerkt haben wollte. Gegen ihn nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf, ebenso gegen den Arzt, der die Operation durchführte. Sein Krankenhaus sei geschlossen worden, berichtete die staatliche Zeitung Al Gomhoria weiter. Im Juni war ein zwölfjähriges Mädchen an den Folgen der Genitalverstümmelung gestorben. Der Fall hatte öffentlich Empörung ausgelöst, die Regierung verbot daraufhin die Beschneidung von Mädchen endgültig. Laut einer UNICEF-Studie aus dem Jahr 2003 waren 97 Prozent aller verheirateten Frauen beschnitten.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.08.2007, Seite 7, Ausland

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