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Keine »tragfähigen« Beweise gegen Strauß

Augsburg. Der Prozeß gegen Max Strauß um Millionen-Schwarz­­gelder des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber droht, im Sande zu verlaufen. Das Augsburger Landgericht erklärte am Montag, es sehe keine tragfähigen Beweise, daß der Sohn des verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß gewerbsmäßig als Lobbyist gearbeitet habe. Das Urteil stellte der Vorsitzende Richter Manfred Prexl bereits für kommenden Montag in Aussicht. Der seit fast 40 Verhandlungstagen andauernde zweite Prozeß habe keine neuen Erkenntnisse erbracht, daß Strauß als eine Art Partner Schreibers tätig gewesen sei und deshalb von dem nach Kanada geflüchteten Kaufmann rund 2,7 Millionen Euro auf Schwarzkonten bezahlt bekommen habe. Damit sind die Chancen des Politikersohns auf einen Freispruch erheblich gestiegen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2007, Seite 1, Inland

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