-
11.07.2007
- → Ausland
Papst verärgert Protestanten
Rom/Frankfurt. Papst Benedikt XVI. hat nicht nur bei Protestanten, sondern auch bei katholische Laien einen Sturm der Entrüstung entfacht, nachdem er erneut die universelle Vorrangstellung der katholischen Kirche bekräftigt hat. In einem am Dienstag im Vatikan veröffentlichten und vom Papst gebilligten Dokument wird erklärt, andere christliche Vereinigungen wie etwa die Protestanten seien keine Kirchen. Die orthodoxen seien es aber auch nicht, weil sie den Papst nicht anerkennen.
Das Dokument sei eine vertane Chance auf dem Weg zur Annäherung von Protestanten und Katholiken, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Die Kirchenvolksbewegung »Wir sind Kirche« sprach von einem »traurigen Signal«. (AP/jW)
Das Dokument sei eine vertane Chance auf dem Weg zur Annäherung von Protestanten und Katholiken, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Die Kirchenvolksbewegung »Wir sind Kirche« sprach von einem »traurigen Signal«. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland