Zum Inhalt der Seite

Sonstiges

Eitel Kretzsche

Magdeburg. Stefan Kretzschmar hält nach dem EHF-Pokaltriumph seines SC Magdeburg am Sonntag viel von sich selbst. »Ich habe keinen Bock, künftig um Platz sieben oder acht zu spielen«, sagte er. »Ich könnte mir vorstellen, sofort mit der neuen Saison als sportlicher Leiter die Geschicke des Vereins zu übernehmen und nur noch als Standby-Spieler zu fungieren.« Sein Vertrag läuft bis 2008. Holger Kaiser, SC-Geschäftsführer, meinte dazu: »Ich wurde von den Gesellschaftern als Geschäftsführer eingesetzt. Der Vertrag läuft bis 2010. Das sind die Fakten, an die sich auch ein Stefan Kretzschmar halten muß, dem eine Mitarbeit im Marketing angeboten wurde.« (sid/jW)

Nachvollzug

Chemnitz. Joachim Gauck, Vorsitzender des »Unabhängigen Beratungsgremiums« des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Stasi-Fragen, hat sich in der Chemnitzer Freien Presse zu Ingo Steuer geäußert: »Die Überlegung der Deutschen Eislauf-Union, Herrn Steuer eine Arbeitsmöglichkeit einzuräumen, kann ich nachvollziehen.« Gauck hatte vor den WM im März ein Gespräch mit dem Coach geführt. (sid/jW)

Rückzug

Prag. Vera Caslavska lebt in einem Prager Seniorenheim für Nervenkranke. Nur engste Freunde wissen, wie die legendäre Kunstturnerin heute ihren 65. Geburtstag feiert. Bei Olympia in Mexiko 1968 gewann sie im Mehrkampf, beim Pferdsprung, am Stufenbarren und am Boden; dann heiratete sie in der Kathedrale von Mexiko-Stadt den Leichtathleten Josef Odlozil. Ihre Goldmedaillen widmete sie nach der Rückkehr Alexander Dubcek. Am 7. August 1993 erhielt die siebenmalige Olympiasiegerin und ehemalige NOK-Präsidentin Tschechiens eine schockierende Nachricht. Ihr Sohn Martin tötete mit mehreren Faustschlägen nach einem Streit in einer Diskothek ihren Ex-Ehemann Odlozil.

(sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2007, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!