Zum Inhalt der Seite

Siemens-Spitze vor radikalem Umbau

München. Die meisten Siemens-Kon­zern­vorstände müssen um ihre Jobs fürchten. Der neue Aufsichtsrats­chef Gerhard Cromme erwägt nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, sieben der bislang zehn Spitzen­posten ersatz­los zu streichen. Nach dem Aus für Konzern­chef Klaus Kleinfeld sei auch der Abgang der Vorstands­mitglieder Jo­han­nes Feldmayer und Jürgen Radomski bereits beschlossene Sache. Siemens wollte den Bericht zu Wochenbeginn nicht kommentieren.
»Es kann doch nicht sein, daß da Heerscharen von Vor­ständen herumlaufen und keiner für irgendetwas verantwortlich ist«, wurde Cromme von dem Blatt zitiert. Die Korruptionsaffäre zeige, daß man diesen »Wasserkopf« nicht mehr brauche. Der im September auslaufende Vertrag von Europachef Feldmayer, der wegen des Verdachts von Millionenzahlungen an die Beschäftigtenorganisation AUB zeitweise in Untersuchungshaft saß, werde ebensowenig verlängert wie der zum Jahresende auslaufende Vertrag von Personalchef Radomski. Als nächstes kämen die Posten von Energievorstand Uriel Sharef und Industrievorstand Klaus Wucherer auf den Prüfstand. Ihre Verträge laufen im kommenden Jahr aus.
Anzeige

(AP/jW
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!