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Offenes Verfahren

Der Rechtsstreit über den WDR-Film zum Contergan-Skandal geht weiter. In einer Berufungsverhandlung vor dem Hamburger Oberlandesgericht (OLG) deutete die Vorsitzende Richterin am Dienstag an, daß bestimmte Passagen des noch nicht gesendeten Films »Eine einzige Tablette« untersagt werden könnten. Eine abschließende Entscheidung sei noch nicht gefallen. Der Contergan-Hersteller Grünenthal und ein Anwalt, an dessen Lebensgeschichte sich der Film orientiert, hatten Verdrehungen von Tatsachen moniert. Im Sommer vergangenen Jahres war das Hamburger Landgericht dieser Auffassung weitestgehend gefolgt. WDR und TV-Produktionsfirma zogen daraufhin vor das OLG. Das Schlafmittel Contergan sorgte für den größten Arzneimittelskandal der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. 1957 kam es in den Handel. Zu seinen Nebenwirkungen gehörten starke Mißbildungen bei Tausenden Neugeborenen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2007, Seite 13, Feuilleton

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