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Mieterbund gegen Wohnungsmonopoly

Berlin. Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat am Montag den US-Finanzinvestor Blackstone dafür kritisiert, daß er die Mehrheit der Anteile an seinen 31000 Wohnungen in Deutschland verkauft hat. »Wir erleben jetzt eine neue Runde im Monopolyspiel um Mietwohnungen«, sagte DMB-Direktor Franz-Georg Rips. Medienberichten zufolge hat eine britische Investorengruppe die Anteile für rund 1,6 Milliarden Euro übernommen. Blackstone hatte die Wohnungen erst 2004 von der mittlerweile insolventen Beteiligungsgesellschaft WCM erworben. Vor allem die ehemaligen Wohnungen der öffentlichen Hand würden in einem atemberaubenden Tempo von Finanzinvestoren, Beteiligungsgesellschaften oder anderen börsennotierten Unternehmen mit Gewinn weiter veräußern, sagte Rips. Mit jedem weiteren Verkauf »steigt der Renditedruck«. Die Zeche müßten die Mieter und die Städte zahlen. Der DMB-Chef forderte gesetzliche Restriktionen für den Handel mit Mietwohnungen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2007, Seite 5, Inland

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