-
13.03.2007
- → Inland
Mieterbund gegen Wohnungsmonopoly
Berlin. Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat am Montag den US-Finanzinvestor Blackstone dafür kritisiert, daß er die Mehrheit der Anteile an seinen 31000 Wohnungen in Deutschland verkauft hat. »Wir erleben jetzt eine neue Runde im Monopolyspiel um Mietwohnungen«, sagte DMB-Direktor Franz-Georg Rips. Medienberichten zufolge hat eine britische Investorengruppe die Anteile für rund 1,6 Milliarden Euro übernommen. Blackstone hatte die Wohnungen erst 2004 von der mittlerweile insolventen Beteiligungsgesellschaft WCM erworben. Vor allem die ehemaligen Wohnungen der öffentlichen Hand würden in einem atemberaubenden Tempo von Finanzinvestoren, Beteiligungsgesellschaften oder anderen börsennotierten Unternehmen mit Gewinn weiter veräußern, sagte Rips. Mit jedem weiteren Verkauf »steigt der Renditedruck«. Die Zeche müßten die Mieter und die Städte zahlen. Der DMB-Chef forderte gesetzliche Restriktionen für den Handel mit Mietwohnungen.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland