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05.03.2007
- → Inland
Glos diffamiert Bezieher von ALG II
Berlin. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit Nebenverdienst senken. »Das Modell, daß man Arbeitslosengeld II als sicheren Grundstock ansieht und sich mit einem Nebenjob etwas dazuverdient – sei es schwarz oder völlig legal im Rahmen eines 400-Euro-Jobs – darf nicht das Leitbild sein«, sagte Glos der Zeitschrift Super Illu. Deutschland könne sich Langzeitarbeitslose, »die sich auf Dauer in dieser Nische einrichten«, nicht mehr leisten, hieß es in dem Vorabbericht vom Sonntag. Von zusätzlich verdienten 400 Euro darf ein ALG-II-Bezieher 160 Euro für sich behalten. Bei 800 Euro Verdienst liegt dieser Betrag bei 240 Euro.
Der CSU-Politiker will laut Zeitschrift statt dessen Jobs im Niedriglohnbereich bis zur Höhe des ALG-II-Niveaus subventionieren.
(ddp/jW)
Der CSU-Politiker will laut Zeitschrift statt dessen Jobs im Niedriglohnbereich bis zur Höhe des ALG-II-Niveaus subventionieren.
(ddp/jW)
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