Zum Inhalt der Seite

Polizeigewalt im Baskenland

Madrid. Die Polizei hat am Samstag eine Demonstration mit Tausenden Teilnehmern im baskischen Bilbo (Bilbao) gewaltsam aufgelöst und mehrere Menschen festgenommen. Während in Madrid Anhänger der Rechten gegen eine friedliche Lösung des Konfliktes um den politischen Status des Baskenlandes auf die Straße gingen, war die Kundgebung in Bilbo von den Behörden zuvor verboten worden. Im Laufe der Auseinandersetzungen sei der Sprecher der seit 2003 verbotenen Baskenpartei Batasuna (Einheit), Joseba Permach, abgeführt worden, hieß es aus Madrid. Nach Polizeiangaben kam Permach noch am Samstag abend wieder frei. Die Kundgebung, an der auch Batasuna-Chef Arnaldo Otegi teilnahm, sollte Unterstützung für inhaftierte ETA-Mitglieder zeigen. Otegi erklärte trotz des gewaltsamen Vorgehens der Polizei, Krieg und Konfrontation seien keine Lösung für das Baskenland. Bereits auf der von junge Welt mitveranstalteten Rosa-Luxemburg-Konferenz hatte er im Januar in Berlin den Dialog als einzige Lösung bezeichnet.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2007, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!