Zum Inhalt der Seite

Zündel legt Revision ein

Mannheim. Der Holocaust-Leugner Ernst Zündel hat Revision gegen seine Verurteilung zu fünf Jahren Haft wegen Volksverhetzung eingelegt. Dies teilte das Landgericht Mannheim am Mittwoch mit. Der 67jährige Zündel war dort am Donnerstag vergangener Woche zu der Strafe verurteilt worden, weil er auf seiner Homepage den Völkermord an den Juden systematisch geleugnet und durch antisemitische Hetze zum Haß gegen die jüdische Bevölkerung aufgestachelt hatte. Die Höchststrafe entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Ein Verhandlungstermin am Bundesgerichtshof (BGH) steht noch nicht fest.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2007, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!