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Parteienstreit über Atommüllendlager

Berlin. In der Diskussion um Atommüllendlager in Deutschland zeigen sich Union und SPD weiter gespalten. Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Montag eine Vorfestlegung auf Gorleben ablehnte, warnte der niedersächsische Regierungschef und CDU-Vize Christian Wulff vor einer neuen Debatte über andere Standorte. Er betonte, angesichts der riesigen Summen, die in die Prüfung von Gorleben bereits geflossen seien, müsse der Salzstock weiter als Endlager für hochradioaktive Abfälle erkundet werden. Fachleute äußern seit Jahren schwerste Bedenken gegen die Nutzung von Gorleben. Laut Handelsblatt dringt die Union ferner darauf, im Fall des Schachts Konrad alles dafür zu tun, »um die Inbetriebnahme im Jahr 2013 zu gewährleisten«. Dieser soll nach dem Willen der Union Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle werden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2007, Seite 2, Inland

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