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Stopp für Bau am Tempelberg

Jerusalem/Brüssel. Nach heftigen Protesten von Muslimen gegen die Bauarbeiten am Tempelberg hat die Stadt Jerusalem die Arbeiten an der heiligen Stätte für voraussichtlich mehrere Jahre ausgesetzt. »Bürgermeister Uri Lupolianski hat entschieden, den Bau einer neuen Zugangsrampe zum Tempelberg auszusetzen, um der Öffentlichkeit Zeit zu geben, mögliche Einwände geltend zu machen«, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Gideon Schmerling, am Montag. Die archäologischen Grabungen würden allerdings fortgesetzt. Vertreter der Muslime kritisierten die Entscheidung und forderten einen endgültigen Stopp aller Arbeiten am Tempelberg. Nach Treffen mit muslimischen Verantwortlichen und Bewohnern von Ost-Jerusalem wolle Lupolianski die Bürger von Jerusalem in die Frage der umstrittenen Bauarbeiten einbeziehen, sagte der Sprecher. Mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten könne erst in »mehreren Jahren« gerechnet werden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2007, Seite 6, Ausland

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