-
13.02.2007
- → Feuilleton
Schweigen
Die fast überall verrissene deutsche Ausgabe von Vanity Fair, die vorigen Mittwoch erstmalig erschien, ist gar nicht so eklig, schlimmstenfalls besonders mittelmäßig. Yin-und-Yang-artig irgendwo zwischen dem fürchterlichen Focus und der gemütlichen Brigitte zu verorten. Muß man das lesen? Nein. Muß man der Zeitschrift ein Interview geben? Nein, vor allem nicht, wenn man Robert de Niro heißt. In einem längeren Beitrag wird sich darüber beschwert, daß es so schwierig sei, den Mann zu interviewen. Auf der Berlinale versuchte ihn Volker Schlöndorff (muß man mit dem reden?) in der »American Academy« öffentlich anekdotisch auszuquetschen. De Niro antwortete messerscharf mit Sätzen wie »äh, ja«, »kann man so sagen«, »exakt so ist es«, »ja«. Redet er in seinen Filmen mehr? Genau betrachtet: »äh, nein, niemals«.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton