-
25.01.2007
- → Ausland
Israels Präsident will Amt ruhen lassen
Jerusalem. Angesichts des angekündigten Vergewaltigungsprozesses will der israelische Präsident Mosche Katzav sich dem öffentlichen Druck beugen und sein Amt vorerst ruhen lassen. Der Staatschef habe den Parlamentsausschuß schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt, daß er vorläufig sein Amt nicht mehr ausüben werde, sagte Parlamentssprecher Giora Fordis am Mittwoch. Generalstaatsanwalt Menachem Masus hatte am Dienstag erklärt, er werde gegen Katzav Anklage wegen Vergewaltigung, sexuellen Mißbrauchs, Behinderung der Justiz und der Bedrohung von Zeugen erheben. Daraufhin verstärkten Politiker und Presse ihre Rücktrittsforderungen.
Katzav steht unter Verdacht, in seiner Zeit als Tourismusminister (1998–1999) eine Mitarbeiterin vergewaltigt zu haben. Während seiner Amtszeit als Präsident soll er zudem drei weitere Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben.
(AFP/jW)
Katzav steht unter Verdacht, in seiner Zeit als Tourismusminister (1998–1999) eine Mitarbeiterin vergewaltigt zu haben. Während seiner Amtszeit als Präsident soll er zudem drei weitere Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland