Zum Inhalt der Seite

Handball: Meckern

Berlin. Exnationalspieler Stefan Kretzschmar hat die PR-Politik der Handball-WM-Organisatoren in der Berliner Zeitung kritisiert. Die Werbestrategie des Deutschen Handball-Bundes (DHB) sei laut Kretzschmar »auf Sparflamme gefahren« worden, »man hat sich darauf verlassen, daß das ein Selbstläufer wird«. Kretzschmar fügte hinzu: »Ich hätte mir im vorhinein mehr Professionalität gewünscht.« Einer Umfrage zufolge können nur 12,8 Prozent der Deutschen angeben, wo und wann genau die WM stattfindet. Darüber hinaus hat BRD-Handballgroßmeister Erhard Wunderlich die öffentliche Zurückhaltung von Bundestrainer Heiner Brand in der Netzeitung kritisiert. Es verlange niemand in Deutschland von Brand, daß man Weltmeister werden müsse, »aber der Glaube versetzt Berge. Zumindest müßte längst die Parole lauten, daß wir um den Titel mitspielen wollen«. Auch Wunderlich stellte den WM-Organisatoren ein schlechtes Zeugnis aus. »Ich glaube nicht, daß alle Ressourcen ausgeschöpft worden sind. Jetzt ist es zu spät, weil es Ende der Woche losgeht«, sagte Wunderlich über die erste WM der Handballer in Deutschland seit 25 Jahren.

(sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2007, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!