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Spezialgericht für »Terrordelikte«?

Hamburg. Der schleswig-holsteinische Justizminister Uwe Döring hat einen gemeinsamen Gerichtssenat aller fünf norddeutschen Länder zur Verhandlung von Terror- und Staatsschutzdelikten gefordert. In einem Brief an seine Kollegen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern begründete der SPD-Politiker nach einem Spiegel-Bericht diesen Vorstoß mit den langwierigen juristischen Auseinandersetzungen bei der Verurteilung des dieser Tage zu einer 15jährigen Freiheitsstrafe verurteilten Marokkaners Mounir al Motassadeq als »Terrorhelfer«, die er auf die zu geringen Erfahrungen mit solchen Fällen zurückführt.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.01.2007, Seite 5, Inland

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