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Bischof beklagt sich über Armut

Frankfurt/Main. Das klingt nach Heuchelei: Erst begrüßte Bischof Wolfgang Huber sämtliche neoliberalen Reformen – jetzt klagt er wiederholt über die zunehmende Armut. Es sei ein Skandal, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag in einem AP-Gespräch, »wenn in einem reichen und wohlhabenden Land die Zahl derjenigen immer größer wird, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssen oder von Armut bedroht sind«. Es sei kein Naturgesetz, daß die Schere immer weiter auseinander klaffen müsse, damit ein Wirtschaftsaufschwung möglich werde. Der Armutsbericht der Bundesregierung mache deutlich, daß 17 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet seien.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2006, Seite 5, Inland

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