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Über 70 Tote bei Anschlägen in Irak

Bagdad. Zwei zeitgleiche Bombenanschläge haben am Dienstag in der Innenstadt von Bagdad mehr als 70 Menschen getötet und mehr als 150 zum Teil schwer verletzt. Ein Selbstmordattentäter lockte Tagelöhner zu seinem Fahrzeug, das er dann in die Luft sprengte. Im selben Moment zündeten mutmaßliche Aufständische nur 30 Meter entfernt eine zweite Bombe. Die Polizei erklärte, bei den meisten Opfern handele es sich um Schiiten aus Armenvierteln der irakischen Hauptstadt. Nach dem Anschlag wurden verstümmelte Leichen am Straßenrand zusammengetragen und notdürftig mit Papier bedeckt.

Ein Kameramann des AP-Fernsehnachrichtendienstes APTN wurde am Dienstag im Nordirak von Aufständischen erschossen, wie die Polizei mitteilte. Im schiitischen Mausoleum in der irakischen Stadt Samarra ist am Dienstag eine Bombe explodiert. »Die Schäden sind geringfügig«, teilte die US-Armee mit.

Das Mausoleum war bereits im Februar Ziel eines schweren Anschlags.

(AP/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.12.2006, Seite 1, Ausland

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