Zum Inhalt der Seite

Al Masri verlangt Entschuldigung

Richmond. Der von der CIA verschleppte und mißhandelte Deutsche Khaled Al Masri (Foto) besteht auf einer Entschuldigung der US-Regierung. »Ich habe Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem«, sagte Al Masri am Dienstag während einer Anhörung vor dem Berufungsgericht in Richmond im US-Staat Virginia. Dabei fiel zunächst keine Entscheidung zur Zulassung von Al Masris Klage gegen den früheren CIA-Direktor George Tenet. Er wolle von den US-Behörden das Eingeständnis, daß ihm Unrecht angetan worden sei, sagte Al Masri. »Ich möchte eine Erklärung, und ich möchte eine Entschuldigung.« Bei seiner Freilassung sei er »wie ein Stück Gepäck im Wald von Albany« fallengelassen worden. »Sie sagten, sie wollten nichts mehr wissen und nichts mehr davon hören.«

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2006, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!