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Tonga: Schwere Vorwürfe gegen Neuseeland

Nuku›Alofa. Nach dem Aufstand gegen das Feudalregime im Pazifikstaat Tonga am vergangenen Donnerstag haben Mitglieder der Demokratiebewegung am Montag Vorwürfe gegen Neuseeland und Australien erhoben. Beide Länder hatten am Wochenende 150 Soldaten und Polizisten nach Tonga geschickt. Die Menschen in Tonga glaubten, die Sicherheitskräfte unterstützten das undemokratische System in dem Staat, erklärte Finau Tutone, einer der Führer der Demokratiebewegung. Die Truppen sorgten dafür, daß das bestehende politische System erhalten bleibe, sagte er im neuseeländischen Rundfunk. Hätten Australien und Neuseeland mehr getan, um Reformen zu unterstützen, wäre die Entsendung von Sicherheitskräften nicht nötig gewesen, so Tutone. Die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark wies den Vorwurf zurück.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2006, Seite 2, Ausland

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