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20.11.2006
- → Ausland
Irak-Krieg: Blair räumt »Desaster« ein
London. Der britische Premierminister Anthony Blair hat die US- geführte Invasion in Irak in einem Fernsehinterview indirekt als Desaster bezeichnet, um sich nur wenig später von diesem Urteil zu distanzieren. Auf die Feststellung eines Journalisten des arabischen Senders Al Dschasira, der Einmarsch im März 2003 sei doch »ein ziemliches Desaster« gewesen, sagte Blair am Freitag zustimmend: »Das ist es gewesen.« Downing Street versuchte am Samstag, das indirekte Eingeständnis Blairs herunterzuspielen. Es habe sich um einen »Versprecher« gehandelt, sagte ein Sprecher: »Manchmal hört er nur halb auf die Frage«. Blair habe herausstellen wollen, daß die Gewalt im Irak »sehr, sehr schwierig ist«, hatte zuvor ein anderer Sprecher gesagt.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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