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15.11.2006
- → Kapital & Arbeit
Millionäre selten geprüft
Berlin. Einkommensmillionäre werden von den Finanzämtern nur unzureichend geprüft. Der Bundesrechnungshof kritisierte in seinem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht, daß im Bundesdurchschnitt jährlich nur 15 Prozent der Einkommensmillionäre Außenprüfungen über sich ergehen lassen müssen. Dadurch gingen dem Fiskus erhebliche Steuereinnahmen verloren, betonte Rechnungshof-Präsident Dieter Engels. Er forderte das Bundesfinanzministerium auf, bei den Ländern auf eine höhere Prüfungsdichte hinzuwirken. »Lohnend sind sie allemal«, betonte Engels in bezug auf Sonderprüfungen. Jede ergebe Mehreinnahmen von durchschnittlich 135 000 Euro.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
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