Zum Inhalt der Seite

Kurnaz bekräftigt schwere Vorwürfe

Hamburg. Der Bremer Murat Kurnat hat seine schweren Vorwürfe gegen deutsche Soldaten erneuert. In der ARD-Sendung Beckmann (Sendetermin heute 22.45 Uhr) sagte der gebürtige Türke, der vor sieben Wochen vom US-Militär aus Guantánamo entlassen wurde, er sei im afghanischen Kandahar von deutschen Soldaten mißhandelt worden: »Ich habe keine Zweifel, daß es Deutsche gewesen sind. Sie haben perfektes Deutsch gesprochen, und auf ihrer Uniform habe ich die deutsche Flagge gesehen«, so Kurnaz nach Angaben der Hamburger Produktionsfirma der Sendung. Einer der beiden Soldaten habe ihn an den Haaren vom Boden hochgezogen und gefragt: »Weißt du, wer wir sind? Wir sind die deutsche Kraft – KSK.« Dann sei sein Kopf auf den Boden geschlagen und er sei getreten worden. »Das fanden alle lustig und haben zusammen gelacht.« Kurnaz ist sich »ganz sicher«, daß er beide Soldaten identifizieren könnte.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2006, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!