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IG Metall will BenQ-Jobs retten

Essen. Die IG Metall geht mit der Forderung nach einem Erhalt der Arbeitsplätze in die für Donnerstag terminierten Gespräche über die Zukunft von BenQ Mobile. »Wir wollen, daß alle Möglichkeiten zur Fortführung durchgeprüft werden«, sagte der Sprecher der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Nettelstroth, der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (Mittwochausgabe). Es sei besser, wenn auch morgen in Kamp-Lintfort, Bocholt und München Handys und andere Hochleistungsprodukte produziert würden, als den Verlust von Arbeitsplätzen mit Sozialplanmitteln und Qualifizierungskursen zu flankieren, wie es der Simens-Kozern vorschlage, sagte der Sprecher. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am Mittwoch, daß bereits in den nächsten Wochen mindestens eintausend Mitarbeiter von BenQ ihre Kündigung erhalten würden. Betroffen seien vor allem Beschäftigte in der Verwaltung. Am heutigen Donnerstag will der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Prager mit Vertretern der bayerischen und nordrhein-westfälischen Regierung sowie Vertretern von Siemens und IG Metall zusammenkommen, um über die Zukunft der insgesamt rund 3000 Beschäftigten zu beraten.

(AFP/AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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