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Bahn-Börsengang: Scheitern möglich

Berlin. Die Union schließt offenbar ein Scheitern des Börsengangs der Deutschen Bahn AG nicht aus. »Wenn es keine saubere Lösung bei der Bahnprivatisierung gibt, dann bleibt es eben, wie es ist«, soll Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) laut Berliner Zeitung vom Dienstag in einer Fraktionssitzung gesagt haben. Die Union lehnt das von Bahnchef Hartmut Mehdorn und den Gewerkschaften favorisierte Modell, bei dem das Schienennetz in den Besitz des Konzerns übergeht, ebenso ab wie eine langjährige Übertragung der Nutzungsrechte für das Netz an die Bahn. Nach Meinung des Verkehrsexperten der Unionsfraktion im Bundestag, Dirk Fischer (CDU), wäre der Komplettverkauf eine »dramatische Verschleuderung« von Volksvermögen. Der Bundestag soll bis Ende Oktober endgültig über die Form des Börsengangs entscheiden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2006, Seite 5, Inland

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