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Protest gegen Bush-Spektakel

New York. Anläßlich der Gedenkfeiern zum 5. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September hat sich US-Präsident George W. Bush omnipräsent gezeigt. Er nutzte Zeremonien in New York, Washington und Pennsylvania zu medialen Auftritten. Wo auch immer der Kriegspräsident auftauchte, regte sich Protest. »Ich bin heute hier, um Bush daran zu hindern, den 11. September als Kulisse für die aktuelle Kampagne der Republikaner für den Kongreßwahlkampf zu nutzen«, sagte die Sozialarbeiterin Ernie Gittell am sogenannten Ground Zero, an der Stelle, an der einst die Türme des World Trade Centers standen. »Die Opfer hier oder woanders auf der Welt sind ihm doch völlig egal.« Viele der Demonstranten verlangten auf Plakaten den Abzug der US-Armee aus dem Irak – eine Forderung, die immer mehr Menschen in den USA teilen. Der Kritisierte wollte am Montag abend (Ortszeit) mit einer nationalen Fernsehansprache das 9/11-Gedenken beschließen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2006, Seite 1, Ausland

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