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BKA präsentiert Speisestärke

Wiesbaden/Berlin. Knapp drei Wochen nach dem Fund zweier »Kofferbomben« bei der Bahn haben die Ermittler neue Erkenntnisse präsentiert. Die Sprengsätze seien offenbar nur wegen »handwerklicher Fehler« der Täter nicht detoniert, sagte der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, am Freitag in Wiesbaden. Ziercke nannte es »vorstellbar«, daß die Täter »Signale setzen wollten im Hinblick auf den Konflikt im Nahen Osten«, einen terroristischen Hintergund hielt der BKA-Chef für »möglich«. Plötzlich wollen die Ermittler in einem Koffer einen abgerissenen Zettel mit arabischen Schriftzeichen und mit einer Telefonnummer aus dem Libanon gefunden haben. Als weitere wichtige Spur bezeichnete Ziercke zwei Plastiktüten mit aus dem Libanon stammender Speisestärke in dem anderen Koffer. Laut Ziercke ermittelten die Behörden einen Gewürzhändler, der diese Speisestärketüten im Großraum Essen vornehmlich an libanesische Familien verkauft.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2006, Seite 1, Inland

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