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18.08.2006
- → Kapital & Arbeit
Privatsender für private Wettanbieter
Berlin. Die deutschen Privatsender haben eine Öffnung des Wettmarktes verlangt. Wegen der sich abzeichnenden Liberalisierung auf EU-Ebene sollte die Politik das staatliche Wettmonopol nicht »bis zur letzten Sekunde verteidigen«, sondern sich auf die Chancen eines geöffneten Marktes besinnen, erklärte der Verband privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) am Donnerstag in Berlin. Eine Öffnung biete große Chancen für Werbewirtschaft, Medienunternehmen, Sport und somit »den Standort Deutschland«. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten im Juni vereinbart, ihr Sportwettenmonopol konsequent durchzusetzen. Zuletzt hatte Sachsen ein Verbot gegen bwin, einen der größten privaten Glücksspielanbieter, verfügt. In Niedersachsen wurden dem Fußballbundesligisten Werder Bremen per Gerichtsentscheid untersagt, am vergangenen Wochenende mit dem Logo des Trikotsponsors bwin beim Spiel in Hannover aufzulaufen.
(AP/jW)
(AP/jW)
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