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VW fordert Schmiergeld zurück

München/Wolfsburg. In der Korruptionsaffäre der Autoindustrie will der Volkswagen-Konzern von überführten Mitarbeitern Schmiergelder zurückverlangen. Ein Schadenersatzanspruch sei bereits erfolgreich geltend gemacht worden, sagte ein VW-Sprecher am Wochenende in Wolfsburg. Zulieferfirmen sollen an Einkaufsmanager u. a. bei Volkswagen jährlich Bestechungsgelder von bis zu 800000 Euro gezahlt haben, um an Aufträge zu kommen. Die Schmiergelder sollen vor allem an VW, Audi und BMW geflossen sein. Nach einem Pressebericht ist auch die spanische VW-Tochter Seat betroffen. Die Staatsanwaltschaft hatte bislang offen gelassen, ob außer VW, Audi und BMW noch weitere Autokonzerne betroffen sind.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2006, Seite 9, Inland

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