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Kinderarmut seit 2004 verdoppelt

Frankfurt/Main. Die Zahl der in Armut lebenden Kinder in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Derzeit leben rund 2,5 Millionen Kinder unter 18 Jahren auf Sozialhilfeniveau, wie der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, am Donnerstag gegenüber AP mit Verweis auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit sagte. Im Jahr 2004 waren es noch etwa 1,1 Millionen. Gründe für die zunehmende Kinderarmut seien vor allem die Hartz-IV-Reformen und die schlechte Wirtschaftslage. »Das ist eine erschreckende Zahl, die weit höher ist, als wir befürchtet haben«, so Hilgers. Vor der Veröffentlichung der aktuellen Statistik hatte der Kinderschutzbund die Zahl der Kinder bis 18 Jahre, die in einer Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII, dem Asylbewerberleistungsgesetz oder vergleichbaren Leistungen leben, auf rund 2,2 Millionen geschätzt.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2006, Seite 1, Inland

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