Zum Inhalt der Seite

Zum Zweiten

Seit Mittwoch gehört das Kernareal des ehemaligen DDR-Rundfunkgeländes an der Berliner Nalepastraße nach mehrstündigen Verhandlungen der Keshet Geschäftsführungs GmbH & Co. Radio Center Berlin KG. Schlappe 3,9 Millionen Euro haben die Investoren dieses Konsortiums, die unter anderem aus den Niederlanden und Griechenland kommen, nach eigenen Angaben zusammengelegt. Das Areal war bereits am Samstag versteigert worden, für 4,75 Millionen Euro – der Käufer, ein Westberliner Schönheitschirurg, hatte die Anzahlung aber nicht auf Tasche. Angesichts des unerquicklichen Gefeilsches hat der Vorsitzende des Wirtschaftskreises Treptow-Köpenick e. V., Professor Wolfgang Lausch, das Land Berlin und den Bezirk kurz vor dem neuerlichen Verkaufsversuch aufgefordert, die Sache endlich selbst in die Hand zu nehmen und ein »tragfähiges Nutzungskonzept« zu entwickeln. Lausch verwies dabei auf die August-Ausgabe des Musik Express, in der James D. Bradfield, Sänger und Gitarrist der Manic Street Preachers, über das Rundfunkgebäude sagt: »Ich würde dort gern ein ganzes Album aufnehmen, weil es dort wirklich beeindruckend ist.«

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2006, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!