Zum Inhalt der Seite

Bücherverbrennung: Polizei wartete ab

Pretzien.Im Fall der Buchverbrennung von Pretzien in Sachsen-Anhalt wurden am Montag weitere Details bekannt. So habe es zu Beginn der Ermittlungen Verzögerungen gegeben, sagte Magdeburgs Polizeipräsidentin Monika Liebau-Foß. Ein Mann aus Pretzien hatte am 24. Juni bei der Polizei angerufen und berichtet, daß eine Ausgabe des »Tagebuchs der Anne Frank« bei einer Sonnenwendfeier im Ort verbrannt worden sei. Daraufhin seien Beamte in den Ort gefahren. Einer der beiden habe das »Tagebuch der Anne Frank« nicht gekannt. Der andere Polizist habe dem Lagezentrum den Vorfall gemeldet. Der Polizist dort kannte das Buch ebenfalls nicht und vermerkte eine Ruhestörung. Erst drei Tage später gab es eine Anzeige, und die Polizei begann zu ermitteln.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2006, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »krieg & frieden« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.