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Kritik im Maßstab 1:1

Die interessante politische Wiener Minizeitschrift Streifzüge gibt bekannt, daß sie gegenwärtig von 235 Menschen im Abo gehalten wird. Man träumt weiter von 300 »bis Jahresende«. Das neue Heft bietet hierfür ein paar gute Gründe: Ein bislang unveröffentlichter Text des Wiener Philosophen Günther Anders (1902–1992) über »Verbotene Kritik« nach dem Motto: »Sprache über Produkte darf in unserer kapitalistischen Welt nicht zur kritischen Sprache werden«. Desweiteren meditiert der Neo-Marcusianer Roger Behrens über »Adornos Underground« und der Neo-Andersianer Franz Schandl betrachtet Serien, Abzüge, Täuschungen und Geister, aber auch das Problem des Einkaufens. Der werttheoretische Essayist Ernst Lohoff macht ein paar Anmerkungen zum »Kampf der Kulturen« und Martin Scheuringer schreibt über »Ich und meine Charaktermaske – Es soll getrennt werden, was nicht in eins geht«. Kostet 5 Euro ist zu beziehen über Kritischer Kreis, Margaretenstr. 71-73/23, 1050 Wien; streifzuege@chello.at.

(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2006, Seite 13, Feuilleton

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