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Billiglohn bei Deutscher Bank

Berlin. Die Deutsche Bank hat nach ver.di-Angaben die Arbeits- und Einkommensbedingungen von rund 550 Beschäftigten ihrer unlängst ausgegründeten Töchter Kredit Service und Konsul Inkasso auf 40 Prozent unter Branchenniveau abgesenkt. »Erst baut die Deutsche Bank trotz Rekordergebnissen Personal ab, dann möchte sie weitere Sondergewinne mit Sozialdumping und Billiglöhnen durchsetzen«, heißt es in einer von ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong in der vergangenen Woche verbreiteten Erklärung. Die Deutsche Bank hat mit dem Deutschen Bankangestellten Verband (DBV) einen Haustarifvertrag abgeschlossen, der eine 42-Stunden-Woche, 27 Tage Urlaub und gegenüber der Branche um bis zu 30 Prozent niedrigere Einkommen vorsieht. »Hier benutzt der Marktführer Deutsche Bank den DBV als billigen Jakob, um Druck auf die Gehälter in der gesamten Branche zu machen«, so Foul­long.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2006, Seite 15, Inland

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