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Türkei geht gegen »Ehrenmorde« vor

Istanbul. Mit Aufklärungskampagnen, TV-Spots und einer landesweiten Telefonhotline will die türkische Regierung gegen sogenannte Ehrenmorde und Gewalt gegen Frauen und Kinder vorgehen, wie Der Standard aus Wien am Mittwoch unter Berufung auf türkische Zeitungen berichtete. Zur Lösung des Problems müßten staatliche Stellen und gesellschaftliche Organisationen zusammenarbeiten, forderte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan demnach in einem Erlaß an die Behörden. Außerdem berichtete Der Standard unter Berufung auf die türkische Zeitung Hürriyet, das staatliche Religions­amt der Türkei wolle gegen Zwangsehen vorgehen. Sie würden in einem Erlaß als Sünde und als unislamisch gebrandmarkt. Eine Arbeitsgruppe der Behörde sei in den Osten und Südosten des Landes entsandt worden, wo Zwangsehen besonders weitverbreitet sind.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2006, Seite 15, Ausland

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