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Lehrer klagt auf Einstellung

Frankfurt/Main. Der Heidelberger Lehrer Michael Csaszkóczy klagt gegen das Land Hessen auf Einstellung in den Schuldienst. Dies teilte er am Montag nachmittag in Frankfurt am Main mit. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützt den Pädagogen bei seinem Kampf gegen das Berufsverbot. Nachdem im Jahr 2004 Baden-Württemberg dem Heidelberger wegen seines Engagements in einer lokalen antifaschistischen Initiative die Einstellung verweigert hatte, lehnte im August 2005 auch Hessen seine Bewerbung ab (jW berichtete). Csaszkóczy hatte am 25. August 2005 zunächst eine verbindliche Einstellungszusage des Staatlichen Schulamts des Kreises Bergstraße/Odenwald bekommen. Am Tag seines Dienstantritts teilte ihm die Behörde überraschend mit, daß seine Einstellung abgelehnt werde. Gegen den Bescheid des Amts hatte Csaszkóczy am 4. April Widerspruch eingelegt. Diesen hat die Behörde am 7. Juni ohne vorherige persönliche Anhörung des Betroffenen zurückgewiesen.
(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2006, Seite 4, Inland

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